Christliche und islamische Fastenzeit beginnen gleichzeitig

Ein KI-generiertes Bild, das eine christliche Kirche und eine Moschee und davor Menschen zeigt.

Das passiert nicht alle Jahr(zehnte): Am Mittwoch (18.02.2026) fällt der Beginn der christlichen und islamischen Fastenzeit auf denselben Tag. Zwar waren in den vergangenen Jahren die Fastenzeiten zeitlich nahe beieinander, doch die Gleichzeitigkeit des Beginns ist sehr selten. Eine gute Gelegenheit, über zentrale Themen des Glaubens und des Miteinanders ins Gespräch zu kommen.

Die christliche Fastenzeit dauert traditionell 40 Tage – die Sonntage werden dabei nicht mitgezählt – und dient der Vorbereitung auf Ostern. Der Ramadan richtet sich nach dem islamischen Mondkalender und umfasst etwa 29 bis 30 Tage. Musliminnen und Muslime fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und widmen sich verstärkt dem Gebet und der Wohltätigkeit.

Während der christliche Aschermittwoch flexibel an den Ostertermin gekoppelt ist, wandert der Ramadan durch den islamischen Mondkalender jedes Jahr etwa 10 bis 11 Tage nach vorne. Statistisch gesehen treffen sich die beiden Fastentraditionen deswegen nur etwa alle drei Jahrzehnte am selben Datum. Dass Fastenzeit und Ramadan sogar gleichzeitig beginnen, ist aufgrund der unterschiedlichen Kalender nur sehr selten der Fall.

Die Intention des Fastens ist in beiden Religionen ähnlich: Es geht um Verzicht, Neuausrichtung und Solidarität mit Bedürftigen. Auch im Judentum sowie in anderen Religionen wie Hinduismus und Buddhismus spielt Fasten eine wichtige Rolle. Selbst säkular orientierte Menschen erleben Fastenzeiten als Momente der Selbstdisziplin und der inneren Einkehr.

Die Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung (eEFB) setzt sich seit vielen Jahren für interreligiösen Dialog und religionssensible Bildungsarbeit ein. Mit Bildungsangeboten wie die derzeit laufende Fortbildung zum/zur interreligiösen Dialogbegleiter*in schafft sie Räume für Begegnung, Austausch und gegenseitiges Verständnis. Weitere Beispiele sind: Die interreligiöse Spurensuche in St. Marien in Dortmund, Abrahams Religionen in Meschede oder christliche und islamische Mystik in der Eifel.

Der 18. Februar 2026 lädt dazu ein, über religiöse Grenzen hinweg ins Gespräch zu kommen und das Gemeinsame im Unterschied zu entdecken. Fragen wie „Welche Bedeutung hat Verzicht für mich?“, „Wie verändert Fasten meinen Blick auf andere?“, „Welche Rolle spielen Gemeinschaft und Solidarität?“ oder auch „Was können wir voneinander lernen?“ bieten sich jetzt an.