Migration & Integration
An zahlreichen Kursorten in Westfalen und Lippe führen wir Sprach- und Integrationskurse sowie Berufssprachkurse nach den Vorgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durch.
Seit über 20 Jahren sind wir mit unseren Regionalstellen als Sprachkursträger und Partner des BAMF tätig, um alle Menschen, die dauerhaft und rechtmäßig in unserem Land leben, in die Gesellschaft einzubeziehen. Dabei betrifft Integration uns alle - Alteingesessene ebenso wie Zugewanderte.
Im September 2025 konnten wir unseren 300. Integrationskurs starten und freuen uns, die Beauftragung des BAMF zur Durchführung von Integrations- und Berufssprachkursen fortsetzen zu dürfen.
Unsere Kursorte befinden sich z.B. in:
- Castrop-Rauxel
- Dorsten
- Dortmund
- Geseke
- Herten
- Lippstadt
- Oer-Erkenschwick
- Plettenberg
- Waltrop
In diesem Arbeitsfeld arbeiten wir in einem Evangelischen Kooperationsverbund eng mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe zusammen und bilden gemeinsam mit der Ev. Erwachsenenbildung Nordrhein ein Ev. Netzwerk für NRW.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zu den BAMF zertifizierten Integrationsangeboten:
- Allgemeiner Integrationskurs
- Alphabetisierungskurs
- Berufssprachkurs
- Förderkurs
- Intensivkurs
- Zweitschriftlernerkurs
Neben den BAMF Angeboten bieten Regionalstellen im Trägerauftrag ergänzend auch niederschwellige Sprachkurse an.
Wir als Träger unterstützen unsere Lehrkräfte mit regelmäßigen Angeboten, damit sich unsere Lehrkräfte laufend weiterqualifizieren und dieser anspruchsvollen Aufgabe gewachsen sind.
Viele Institutionen und Menschen engagieren sich in der Arbeit mit Geflüchteten und im Bereich der Integration. Die Ev. Erwachsenen- und Familienbildung bietet in diesem Themenfeld zahlreiche Fortbildungsangebote im beruflichen und zivilgesellschaftlichen Kontext zur Qualifizierung an.
Das Zusammenleben von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, Milieus und Kulturen will aber von allen gesellschaftlichen Gruppen gemeinsam gestaltet werden. Bildung kann dazu einen großen Beitrag leisten. Deshalb bieten gerade auch die 45 Regionalstellen Bildungs- und Begegnungsangebote im sozialen Nahraum und der Nachbarschaft an. Politische Foren und Informationsveranstaltungen ergänzen das Angebot und unterstützen die gesellschaftlichen Veränderungsprozesse.

Zweiter Bildungsweg
EU-Förderphase 2021-2027
Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist in der Förderphase 2021-2027 an vielen Vorhaben zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in Nordrhein-Westfalen beteiligt. Grundlage für die Umsetzung ist das "ESF-Programm 2021-2027". Die ESF-Fondsverwaltung informiert über Programm, Rechtsgrundlagen sowie zuständige Behörden und stellt Basisinformationen für Zuwendungsempfangende, Antragstellende und weitere Interessierte bereit.
Kirche macht Schule
Evangelisches Bildungswerk Dortmund
K8 EESA für Frauen (ESF- 5211086) bis 22.10.2026
Die Maßnahme richtet sich an Berufsrückkehrerinnen und Neueinsteigerinnen mit Migrationshintergrund, die bereits einen vorbereitenden Vorkurs abgeschlossen haben.
Der Lehrgang umfasst 53 Unterrichtswochen mit durchschnittlich 22 Wochenstunden in sieben Fächern, darunter sechs Prüfungsfächer sowie Berufliche Orientierung/Selbstmanagement. Ergänzend erfolgt eine sozialpädagogische Begleitung, um die persönlichen Lebenslagen zu stabilisieren und den erfolgreichen Schulabschluss (Erweiterter Erster Schulabschluss) zu ermöglichen.
Ein mindestens zweiwöchiges Praktikum ist integriert und bietet den Teilnehmerinnen erste Einblicke in betriebliche Abläufe und verschiedene Berufsfelder. Durch Kompetenztraining und berufsbezogene Inhalte – insbesondere aus pädagogischen und pflegerischen Bereichen – sollen realistische Ausbildungs- und Berufsperspektiven entwickelt werden. Kooperationen, z. B. mit der Kindertagespflege, unterstützen diesen Prozess. Neben fachlichen Leistungen werden Schlüsselkompetenzen, Selbstreflexion und Selbstmanagement gefördert, sodass die Teilnehmerinnen optimal auf Bewerbungen und berufliche Anforderungen vorbereitet sind.
K6 Vorkurs für Frauen (ESF-5211103) bis 17.07.2026
Zielgruppe dieses Lehrgangs sind Berufsrückkehrerinnen und Zuwanderinnen mit Migrationshintergrund, die auf deutlich heterogenen Leistungs- und Bildungsniveaus stehen. Die Teilnehmerinnen sind i.d.R. Mütter recht kleiner Kinder, von denen einige durch Kindertagespflegepersonen in einer Großpflegestelle im selben Gebäude betreut werden können. Die Frauen verfügen noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, um unmittelbar in einen abschlussbezogenen Lehrgang einsteigen zu können. Zur Vorbereitung auf den sich anschließenden Erwerb eines Erweiterten Ersten Schulabschlusses ist die Vermittlung von mathematischen Grundkenntnissen involviert.
Zeitlicher Umfang und Inhalte: Rund 37 Unterrichtswochen mit durchschnittlich 16 Unterrichtsstunden in 4 Unterrichtsfächern und zusätzlich ein 1x wöchentliches Teilzeitpraktikum. Die Fächer sind DaF (Grammatik), Lesekompetenz (Leseverstehen), Mathematik und Berufliche Orientierung.
Darüber hinaus ist eine sozialpädagogische Begleitung implementiert zur Stabilisierung der sozialen, wirtschaftlichen und familiären Lebenslagen mit dem Ziel, dass das Bildungsziel Schulabschluss langfristig erfolgreich erreicht werden kann. Ein weiteres Ziel ist die Orientierung an den Erfahrungen der Teilnehmerinnen und die Stärkung ihrer Kompetenzen und Berufsziele im Fach Berufliche Orientierung. Zugleich soll die Fähigkeit zur Integration in die deutsche Mehrheitsgesellschaft gestärkt werden. Ein wöchentlich stattfindendes Teilzeitpraktikum über den gesamten Lehrgangszeitraum in einer pädagogischen und sozialen Einrichtung (z.B. Offener Ganztag, Tageseinrichtung für Kinder, Altenpflegeeinrichtungen) soll dieses Ziel und erste Schritte in die Erwerbswelt ermöglichen. Die Praktikantinnen werden von einer Dozentin vorbereitet, begleitet und in den Einrichtungen besucht. Die Lernerfahrungen werden im Anschluss ausgewertet.

