Truhen schön beschlagen mit Linnen schwer
Leinenherstellung im Mindener Lad und der Einfluss auf sprichwörtliche Redensarten
Leinen war einst das weiße Gold des Mindener Landes. Über Jahrhunderte prägte der Flachsanbau und die Leinenherstellung das wirtschaftliche und soziale Leben der Region – und hinterließ Spuren, die bis heute nachwirken: nicht nur in der Landschaft und der Kultur, sondern auch in unserer Sprache.
Sprichwörter wie „Sein letztes Hemd geben“, „Mit jemandem ein Tuch spinnen“ oder „In den Sack hauen“ erzählen von einer Zeit, in der Spinnen, Weben und Bleichen zum Alltag gehörten – und in der die schwere Leinentruhe ein Symbol für Wohlstand und Lebensleistung war.
Wir werfen einen Blick zurück auf die Geschichte der Leinenherstellung im Mindener Land:
Wie wurde Flachs angebaut und zu Leinen verarbeitet? Welche Rolle spielten das bäuerliche Handwerk, die Heimindustrie und der regionale Handel? Und wie hat diese Tradition unsere Redensarten geprägt?
Begleitet von Bildmaterial, Beispielen aus der Alltagskultur und praktischen Demonstrationen zeiget der Referent, wie tief die Leinenkultur in der Region verwurzelt ist – und welche Bedeutungen sie für heutige Generationen noch haben kann.
Veranstalter
Ev. Erwachsenenbildung Minden im Kirchenkreisverband Herford, Lübbecke, Minden und Vlotho
Verantwortliche/r Mitarbeiter/in
Frau Katrin Weber
Kursleitung
Frau Hannelore Niemann, Elisabeth Teigelmeister
Zielgruppe/n:
Allgemein an Weiterbildung Interessierte
Referent / Referentin:
Jürgen Sturma
Sachbereich/e:
Kultur und Gesundheit
Veranstaltungsart:
Einzelveranstaltung