Kirchen und Kino: DANN BEGINNT DAS LEBEN
Gemeinsam mit dem Kulturring Bad Laasphe und der Tourismus-, Kur- und Stadtentwicklung (TKS) Bad Laasphe sowie dem Residenztheater Bad Laasphe bieten wir die Reihe "Kirchen und Kino" an.
Zu den einzelnen Filmen erwartet Sie vor der Filmvorführung eine Einführung.
Im Anschluss sind die Besucher*innen eingeladen, sich über die Botschaft des Filmes sowie die Wirkung auf die Zuschauenden auszutauschen.
Rita beginnt ihren Alltag seit Jahren nach demselben Muster: Rollläden hoch, Kaffee aus der Warmhaltekanne, ein fest gefügter Tagesablauf im Bungalow im Grünen, der seine besten Zeiten sichtbar hinter sich hat. Veränderungen sind für sie eher Störung als Chance. Sie arbeitet im Pflegedienst, hält sich mit Schwimmen fit und organisiert das Familienleben, in dem ihr Mann Hans, kurz vor der Pensionierung als Schulleiter, sich längst in eine beobachtende Rolle eingefügt hat. Der gemeinsame Sohn ist längst ausgezogen und scheint – aus Sicht der Eltern – sein Leben stabil im Griff zu haben. Der Alltag des Ehepaars wirkt eingespielt, routiniert und leise erstarrt: Essen gehen, Gartenarbeit, Gewohnheiten, die Sicherheit geben, aber auch Distanz zementieren.
Doch diese scheinbare Stabilität gerät ins Wanken, als unerwartete Ereignisse und Entwicklungen die eingespielten Muster durchbrechen. Schritt für Schritt werden beide gezwungen, genauer hinzusehen: auf sich selbst, aufeinander und auf das, was in ihrer Beziehung lange unausgesprochen geblieben ist. Der Film zeigt dabei eindrücklich, wie leicht Menschen in Parallelwelten leben können – verbunden im Alltag, aber getrennt im inneren Erleben.
Im Mittelpunkt steht das Motiv des verpassten Miteinanders und die Frage, wie Beziehung gelingt, wenn Kommunikation eingeschlafen ist oder nur noch funktional stattfindet. Zugleich öffnet der Film einen Raum für die Auseinandersetzung mit Übergangsphasen im Leben, insbesondere dem Älterwerden, dem Abschied von gewohnten Rollen und der Suche nach neuer Sinnorientierung im sogenannten „dritten Lebensabschnitt“.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, eigene Beziehungserfahrungen und Kommunikationsmuster zu reflektieren: Wo reden wir wirklich miteinander – und wo nur nebeneinander her? Welche unausgesprochenen Erwartungen prägen Partnerschaften und Familien? Und was braucht es, um festgefahrene Routinen zu durchbrechen und neue Nähe zu ermöglichen?
Lernziele der Veranstaltung sind:
Die Teilnehmenden setzen sich mit biografischen Übergängen und Veränderungsprozessen im späteren Erwachsenenalter auseinander. Sie reflektieren die Bedeutung von Kommunikation, gegenseitiger Wahrnehmung und emotionaler Offenheit in langjährigen Beziehungen. Darüber hinaus werden Anstöße gegeben, eigene Beziehungsmuster zu erkennen und Möglichkeiten zu entwickeln, wie im Alltag bewusster Kontakt und Verständigung gelingen können. Der Film dient dabei als Ausgangspunkt für eine erfahrungsbezogene Auseinandersetzung mit Lebensgestaltung, Beziehungsgestaltung und persönlicher Veränderungsbereitschaft.
Hinweis: Sehenswert ab 16 Jahren.
Moderation: Christiane Petri, Ev. Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein
Tickets: www.residenzkino.de
Veranstalter
Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Siegen- Wittgenstein
Verantwortliche/r Mitarbeiter/in
Dreisbach, Heike
Kursleitung
Christiane Petri
Zielgruppe/n:
Allgemein an Weiterbildung Interessierte
Referent / Referentin:
Christiane Petri
Sachbereich/e:
Religion, Lebensgestaltung, Pilgern
Veranstaltungsart:
Einzelveranstaltung
Format/e:
Abendveranstaltungen