Ein Möbelstück für die letzte Reise. Workshop Sargbau
Früher gab es eine Tradition: Der Sarg stand immer bereit. Er stand auf dem Dachboden. Oder auf dem Speicher. Oder im Keller. Manchmal wurde der Sarg sinnvoll genutzt: Die einen setzten sich in der Küche darauf. Die anderen stellten ihn als Schrank auf.
Heute gibt es viele Särge. Wenn jemand gestorben ist, suchen Menschen einen Sarg beim Bestatter aus.
In diesem Workshop lernen Sie
- mehr über die Geschichte des Bestattens,
- die Schritte beim Sargbau,
- einen Sarg selbst anzufertigen,
- diese besondere Situation im Leben zu begreifen.
Sie arbeiten mit Holz. Es ist ein natürliches Material. Sie arbeiten kreativ. Das macht es leichter, über Trauer zu sprechen. Sie können während des Arbeitens über Abschied und Verlust sprechen. Im Arbeiten erleben Sie Ihre ureigene Kraft. Sie hilft Ihnen, mit Trauer, Abschied und Verlust umzugehen.
Leben ist endlich. Das erleben Sie jeden Tag. In diesem Workshop haben Sie Zeit und Raum, über die Endlichkeit nachzudenken. Aktiv verarbeiten Sie dieses Thema, wenn Sie den Sarg selbst gestalten. Sie bauen den Sarg für sich oder für einen anderen Menschen. Oder Sie bauen, um sich mit dem Thema Sterben auseinanderzusetzen.
Mikel Hogan leitet Sie beim Bauen an. Er ist unser Fachmann, als Tischler und Ergotherapeut. Sie brauchen keine handwerklichen Fähigkeiten. Eigenes Werkzeug ist nicht notwendig. Es hilft aber, wenn Sie Ihren eigenen Akkuschrauber, Zollstock und Bleistift mitbringen. Als Material wird Fichte/Tanne aus Europa verwendet. Mikel Hogan bringt das Holz mit. Es hat eine hohe Qualität und ist unbehandelt. So können Sie den fertigen Sarg zuhause persönlich gestalten und weiter veredeln. Das Team berät gerne.
Seelsorgerinnen begleiten den Workshop. Sie können persönlich mit ihnen sprechen. Es gibt immer wieder Raum und Zeit für Gespräche und Austausch. Sie können mit dem Team oder mit den anderen Teilnehmenden sprechen. Das geht auch gut bei den gemeinsamen Mahlzeiten oder bei einem Spaziergang in den Arbeitspausen.
Nach dem Workshop haben Sie die Wahl: Sie verwenden das selbst gebaute Möbelstück für die letzte Reise als Regalschrank (mit Brettern versehen), als Sitztruhe, Erd- oder Wohnmöbelstück oder Sie lagern es, bis es gebraucht wird.
So läuft der Workshop ab:
Freitagabend: Es geht um die Vorschriften für das Bestatten in Deutschland. So wissen Sie, dass Sie den selbstgebauten Sarg später auch verwenden und wie Sie ihn nach Ihren Vorlieben schön gestalten können. Wir sprechen über Sicherheit beim Arbeiten mit Holz und treffen Absprachen für den Workshop. Dann beginnen Sie mit dem Sargboden (Verleimen).
Samstag: Grundgerüst, Zuschnitt, Form. Gespräche.
Sonntag: Letzte Arbeiten, Griffe, weitere Überlegungen zur Veredelung/Lasur/Ölen. Gespräche.
Was Sie noch brauchen: Festes Schuhwerk, enganliegende Fingerhandschuhe.
Sie bauen lieber eine Urne. Dann wählen Sie den Workshop Urnenbau. (05. - 07.06.2026)
Inklusives Angebot:
Sollten Sie sich aufgrund von körperlichen Einschränkungen die Teilnahme an einem Sarg- oder Urnenbau-Workshop nicht zutrauen, melden Sie sich gerne telefonisch bei uns. Wir werden versuchen, Ihnen eine*n Baupartner*in zu organisieren, der*die mit Ihnen die Urne baut. Dies ist ein freibleibendes, kostenloses Angebot. Eine 100%ige Sicherstellung ist leider nicht möglich.

Veranstalter
Ev. Erwachsenenbildung Soest im Kirchenkreis Soest-Arnsberg
Verantwortliche/r Mitarbeiter/in
Herr Wolfgang Hansen
Kursleitung
Pfarrerin Kristina Ziemssen
Zielgruppe/n:
Allgemein an Weiterbildung Interessierte
Referent / Referentin:
Herr Mikel Hogan
Pfarrerin Kristina Ziemssen
Frau Stefanie Lappe
Sachbereich/e:
Religion, Lebensgestaltung, Pilgern
Veranstaltungsart:
Internatsveranstaltung ohne Übernachtung (UST)